Goldene Stadt am Böhmischen Meer

August 2015.

Ein Wochenende lang war ich mit Freunden in der sogenannten Goldenen Stadt am Böhmischen Meer. Hier mit ist die tschechische Hauptstadt Prag gemeint – die Moldau als Böhmisches Meer bezeichnet.

DSC_5180Pulverturm, Karlsbrücke und die Moldau.

Prag lockt mit seiner interessanten und alten Architektur, die vorwiegend durch Gotik und Barock geprägt ist. Während man durch die Altstadt spaziert, über große Plätze und verwinkelte Gassen, lohnt sich wie in jedem Reiseführer erwähnt, der Blick nach oben, zu bunten Fassaden, verzierten Dachgiebeln und allerlei kleinen Türmchen.

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Der Nachteil am ständigen Hochgucken ist jedoch, dass man nicht gleichzeitig sehen kann, wohin man tritt. Was in einer teils recht dreckigen Stadt wie Prag leider häufig notwendig ist, möchte man seine, vor allem im Sommer leicht besohlten Füße, nicht in Undefinierbarem wiederfinden.
Ebenso nachteilig kann vorab schon die Panikmache vor Taschendieben sein. Wer ein gesundes Maß an Vorsicht mit sich trägt und nicht unachtsam mit seinen Habseligkeiten umgeht, sollte – wie wir – keine Probleme haben.

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Bei weit über 30°C ist es schon praktisch, dass es allerhand Cafés und Restaurants gibt, an denen man in regelmäßigen Abständen eine kurze Pause einlegen und hausgemachte Zitronenlimonade, Eistee und eine Kleinigkeit genießen kann.

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DSC_5060Trdelnik – eine tschechische, süße Spezialität, die süchtig macht <3

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Nach einem Tag mit Alt- & Neustadt Erkundung, einem Streifzug durchs jüdische Viertel und dem Gedränge auf der Karlsbrücke, kommt uns der kühle Brauhauskeller mit seinen deftigen Speisen gerade recht.
1.500 für ein Abendessen. Tschechische Kronen natürlich, keine Euros. Preislich sollte man schon etwas achtsam sein, wohin man geht, doch in aller Regel ist es nicht teurer als daheim auch.

DSC_5097_1Spaziergang über die Karlsbrücke.

Nachdem Abendessen gibt es noch einen Abstecher zur Moldau, um das beleuchtete Ufer von Kleinseite und allerhand imposanter Gebäude zu bestaunen.

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Nach noch einer letzten Runde hausgemachter Erfrischungsgetränke, fallen wir mit müden Füßen ins noch ziemlich neue Bett des Hotels.

DSC_5050Flur im Motel One.

DSC_5128Schlichte und elegante Zimmer ohne viel SchnickSchnack.

IMG_5131Ein bisschen Prunk, der jedoch hervorragend ins Ambiente passt.

Am nächsten Tag geht es erst einmal zum Frühstück, schließlich müssen wir uns stärken. Auch wenn wir hier noch nicht wissen, wie groß unsere Runde später tatsächlich werden wird.

DSC_5145Im jüdischen Viertel.

Einmal um die Prager Burg geht es hinunter bis zur Moldau und quer durch den Stadtteil Kleinseite. Als wir die Talstation der Standseilbahn entdecken, freuen wir uns, dass wir den Berg nicht wieder hoch müssen. Denn auch heute sind es über 30°C.

DSC_5294Prag? Oder vielleicht doch Köln?

In Anbetracht der langen Schlange davor, wägen wir jedoch ab was schlimmer ist: eine gute Stunde in der prallen Mittagssonne stehen oder im Schatten den Petřín Park hinauf laufen? Wir laufen. Doch nur bis zur Mittelstation, wo wir uns erst ein mal wieder „homemade limonade“ gönnen, bevor wir an der Mittelstation einsteigen und uns das letzte steilere Stück hochfahren lassen. Ohne Anstehen.

DSC_5318Blick von Kleinseite auf die Prager Altstadt.

Oben angekommen suchen wir die schattigen Wege und flüchten vor Wespen, die hier in diesem Jahr ebenso lästig sind wie zu Hause. In einem Spiegellabyrinth sind wir erst einmal sicher.

DSC_5328Eingang zum Spiegellabyrinth.

Ohne Karte und großartiger Orientierung laufen wir halbswegs drauf los, finden uns an einem ruhigen Aussichtspunkt über die ganze Stadt wieder und stellen fest, dass der Weg hier endet. Wieder zurück? Ach was! Das Stückchen können wir auch durch die Wildnis, immerhin gibt es soetwas wie einen Trampelpfad. Die Jungs lachen, während wir Mädchen uns zieren. Barfuß renne ich den steilen Abhang hinunter, in dem Wissen, unten aufgefangen zu werden. Man man, wir Abenteurer wir!

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Nun ist es nicht mehr weit und wir lassen uns mit qualmenden Füßen in einem gutbürgerlichen Restaurant nieder, wo wir uns vor der Heimreise noch einmal traditionelles Gulasch im Brotlaib schmecken lassen.

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Zurück am Parkplatz ist unser Auto, da mit Parkschein versehen, zum Glück nicht wie manch anderes mit einer gelben Parkkralle stillgelegt. Unserer Heimfahrt steht also nichts im Wege und als Beifahrer lassen wie die Landschaft noch einmal an uns vorbei ziehen.

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2 comments on “Goldene Stadt am Böhmischen MeerAdd yours →

  1. Hey Schneeweißchen,
    das sind wieder wundervolle Fotos, die zum Träumen einladen.
    Trdelnik, diese Süßspeise gab es bei uns vorletztes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt, super lecker, hätte mich reinlegen können :D.

    1. Liebe Vanessa,

      vielen Dank für deine Nachricht 🙂
      Echt? Oh, da muss ich mal die Augen aufhalten, ob ich die dieses Jahr vielleicht auch auf einem Weihnachtsmarkt entdecke 🙂

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