Menorca 2 – Maó & Ciutadella

Für die zweite Woche bekommen wir unseren Leihwagen: einen Fiat 500 in Gelato Weiß mit kirschrotem Verdeck – immerhin ist unser Inselflitzer ein Cabrio!

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Nach zwei Tagen bemerken wir, dass eine Leuchte kaputt ist. Also noch mal hin zum Autovermieter, in der Hoffnung, man könne dort kurz eine neue reinschrauben… Da das scheinbar nicht geht, kriegen wir einfach ein neues Auto. Zum Glück gab es den selben Wagen noch mal. Zwar jetzt in Dipintu di blu Blau metallic mit cremefarbenem Verdeck, doch ansonsten passt alles. Interessant. Ob ich das daheim mit meinem Auto auch mal versuchen sollte?

Ungefähr 750 Kilometer legen wir mit den beiden Autos in sieben Tagen zurück. Das ist etwa 3,5x die gesamte Küste entlang oder knapp 16x die Strecke zwischen Maó und Ciutadella.

Apropos Maó und Ciutadella.
Das sind die beiden größten Städte der Insel, die am jeweils entferntesten Punkt voneinander liegen.

Beide Städte wurden von den Karthagern, also lange vor Christi, gegründet und standen immer wieder unter den Fittichen anderer Großmächte. Erst seit dem Jahr 1783 gehört Menorca fest zu Spanien. Engländer, Franzosen, Mauren, Römer… Die Liste scheint schier endlos. Doch gerade diese wechselnden Belagerungen haben der Insel ihre ganz persönliche Note gegeben, die sich besonders in Maó und Ciutadella wiederspiegelt.

Mahon, von den Insulanern Maó genannt, ist die Inselhauptstadt. Früher war es Ciutadella, weshalb eben diese Bewohner nur äußerst ungern die neue Hauptstadt aufsuchen; so sagt man. Maó ist sehr britisch geprägt, das sieht man an den Häusern, am Baustil und man bemerkt es auch in der Sprache. Meines Empfindens nach ist der Tourismus hier präsenter, was vielleicht u.a. an den überfüllten Glasbodenbooten liegt, deren Fahrkartenverkäufer hinter Glasscheiben wild mit Zetteln winken und versuchen Kundschaft anzulocken. Wobei sie sehr an eingesperrte Tiere im Zoo erinnern…
Bekannt ist der Hafen von Maó jedoch für etwas anderes: er ist nämlich der zweitgrößte Naturhafen der Welt (gleich nach Sydney!).

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DSC_3410Obst und Gemüse.

DSC_3418Blick aus dem Fjord raus Richtung offenes Meer.

DSC_3427Der berühmte Mahon-Queso. Hier in der Markthalle im alten Kloster.

DSC_3440.02.jpgAufstieg vom Hafen in die Altstadt.

DSC_4883Temperamentvolle Gesten.

DSC_3446.2Maós Hafenende im Inselinnern.

Ciutadella hingegen wird als „die romantischste Stadt Spaniens“ betitelt. Die Stadt ist sehr maurisch greprägt; allem voran die Altstadt mit ihren barrocken und klassizistischen Adelspalästen, den imposten alten Gebäuden und engen Gassen. Hier fühlt man sich wirklich wie in einer anderen Zeit. Und selbst die vielen Hippie-Geschäfte wirken ganz anders als in Maó. Der Hafen ist klein und überschaubar, dennoch bis auf den letzten Platz belegt mit Yachten und Segelschiffen.

DSC_3778Hier reiht sich seit Jahrzehnten Metzger an Metzger.

DSC_3814Der bedeutend kleinere Hafen von Ciutadella.

DSC_3833Ein frei zugänglicher Kirchen-Innenhof. Ein ruhiges Örtchen zum Verweilen.

_MG_1656Enge Gassen.

Im Sommer gibt es hier einen Nachtflohmarkt und in der Tat ist es äußerst romantisch, zu später Stunde durch die verwinkelten Gassen zu spazieren, die von wenigen Glühbirnen erleuchtet werden und an jeder Ecke ein Straßencafé zu finden, meist mit einem Musiker dabei, der den lauen Sommerabend noch etwas lauer sein lässt.

IMG_4582Abendliches Flair in den Straßen von Ciutadella.

DSC_4872Hippie und Dekoläden – Mediterranes für zu Hause gibt es aller Hand.

DSC_4867Blick auf den Hafen von Ciutadella bei Nacht.

 

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